Grundschule Klecken

Architektenplan des Altbaus von 1955 (koloriert)                     Luftaufnahme der Schule (ca. 1995)
 
 
Kurze Geschichte der Schule Klecken
(Aus einer Rede des Rektors D. Franzius bei der Eröffnung des Dorffestes am 15.07.2006 anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Altbaus)
 
Die älteste Erwähnung, wo die Kinder aus Klecken unterrichtet worden sind, finden wir in der Chronik der Schule in Helmstorf. Seit 1653 bestand dort eine Schule, an der die Kinder unserer Ortschaft ebenfalls mit unterrichtet wurden und täglich kilometerlange Schulwege zu Fuß zurücklegen mussten. Über 80 Jahre lang wanderten die Kleckener Jungen und Mädchen bei jedem Wetter nach Helmstorf.
 
1734 war es dann soweit: Klecken bekam seine erste eigene, kleine Schule. Das Gebäude befand sich damals am Wege nach Eckel, jenseits des heutigen Bahnhofs. Der erste Lehrer, der in Klecken wirkte, war 1734 Hans Hinrich Engelbrecht. Er unterwies die Kinder im Lesen, Schreiben, Rechnen und Beten.
 
1874 wurde dieses erste Schulhaus dann, weil es für die wachsende Zahl der Kinder zu klein geworden war, nach 140 Jahren abgerissen, und Klecken errichtete ein neues Schulhaus. Es stand an der Straße Helmstorf / Klecken, und zwar an der Stelle, an der sich heute das Gebäude unserer Feuerwehr befindet. 1905 wurde es durch die Einrichtung einer Lehrerwohnung erweitert.
 
Im letzten Jahrhundert machten das Haus und die Menschen schwere Zeiten durch. Im August 1943 überlebte das Schulgebäude einen Fliegerangriff auf das Dorf unbeschadet. Anfang 1945 kamen dann holländische Flüchtlinge nach Klecken. Sie wurden im Schulhaus untergebracht, und der Unterricht fand ab da in der Werkstatt des Tischlermeisters Ludwig Meyer und im Haus des Barons von Klenke statt.
 
Nach dem Einmarsch der englischen Truppen in Klecken am  20. April 1945 wurde der Schulunterricht dann ganz eingestellt. Englische Soldaten bezogen im Schulgebäude Quartier. –  Ab September 1945 wurde der reguläre Unterricht wieder aufgenommen, und für die Kleckener Schülerinnen und Schüler begann der lange, schwere Rückweg in die Normalität.
 
Im Laufe der folgenden Jahre wurde das Schulgebäude langsam zu klein für die wachsende Zahl der Kinder. Nach langwierigen Verhandlungen beschloss der Gemeinderat dann 1953 einstimmig den Neubau einer modernen 4-klassigen Schule mit Lehrerwohnungen. Die Eckeler wünschten aus naheliegenden Gründen den Neubau des Schulgebäudes in der Nähe des Bahnhofs. Das scheiterte jedoch in Ermangelung eines geeigneten Bauplatzes, und so entschloss sich Eckel zur Einrichtung einer 1-klassigen Schule in Eckel, und in Klecken kam es zum Bau einer 3-klassigen Schule. Dieses Gebäude, vor dem wir hier stehen, und das wir heute als den sogenannten „Altbau“ kennen, wurde am 23.09.1955 eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Damals gingen 106 Kinder in die Kleckener Schule. Seitdem sind 50 Schuljahrgänge in diesem Gebäude eingeschult worden.
 
Mit einigen Schwankungen stiegen dann die Schülerzahlen. 1970 waren es bereits 160 Kinder, und so kam es folgerichtig zu einem Schulerweiterungsbau in Fertigbauweise. In der monatelangen Bauphase hat das Kleckener Kollegium die Kinder damals teilweise in Containern auf dem Schulhof unterrichtet.
 
Vor 30 Jahren kam dann eine erneute Erweiterung hinzu, nämlich die Fertigstellung der Turnhalle im Jahre 1976.
 
In den Folgejahren zeigte sich, dass die Anfang der 70er Jahre errichteten Pavillons erhebliche Baumängel aufwiesen. Sie mussten in den späten 90er Jahren wieder abgerissen werden, und an ihre Stelle trat der Neubau, der eine gelungene Synthese mit dem seit 1955 bestehenden Altbau einging und damit der Schule das Gesicht gab, das wir heute kennen, und das hoffentlich noch für viele Jahre Bestand haben wird.
 
Im Schuljahr 2005/2006 wurden an der Grundschule Klecken 222 Kinder von 11 Lehrkräften und 5 Pädagogischen Mitarbeiterinnen unterrichtet und betreut. Danach sank die Zahl der Schüler bis zum Schuljahr 2013/2014 auf 149.
 
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